Auf Ski’s fühle ich mich frei!
Wie Skifahren Inklusion lebt – ein Athlet mit Downsyndrom aus dem Hüetli Ski-Team und seine Eltern erzählen.
Sport verbindet, stärkt das Selbstvertrauen und öffnet Türen – besonders dann, wenn Inklusion nicht nur ein Wort bleibt, sondern gelebt wird.
Beim Anlass Schneesport mit Herz vom 21. März 2026 auf der Frutt (OW) steht genau das mit Mittelpunkt. Lukas Riebli, Athlet des Hüetli Ski-Teams und seine Eltern geben einen Einblick.
Warum Skifahren für sie so viel mehr ist als Sport.
Lukas: was bedeutet Skifahren für dich – was gibt dir der Sport persönlich?
Skifahren mach mir Freude. Da bin ich glücklich.
Eltern: Wann habt ihr gemerkt, dass Sport – speziell Skifahren – für Lukas mehr ist als nur Bewegung?
Schon als Lukas klein war, haben wir gespürt, dass ihm eine gemeinsame Aktivität Spass macht.
Lukas: Was fühlst du, wenn du mit den Skiern den Hang hinunterfährst?
Glück. Einfach Glück.
Eltern: Warum ist Inklusion im Sport aus eurer Sicht so wichtig – nicht nur für Menschen mit Downsyndrom, sondern für die Gesellschaft insgesamt?
Dabei sein ist alles! Es stärkt das Selbstvertrauen und ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Wir können alle voneinander lernen.
Eltern: Wie sieht der Trainingsalltag im Hüetli Ski-Team aus – was macht diesen Verein besonders?
Regelmässige Skitrainings mit einem sehr engagierten Betreuungsteam. Herzblut! Die Leistung ist nicht im Vordergrund, sondern die Freude am Skifahren. Individuelle Möglichkeiten werden gefördert.
Kameradschaft bedeutet für mich, dass ich mich wohl und angenommen fühle.
Lukas Riebli, Athlet Hüetli Ski-Team, Trisonomie 21
Lukas: Was hilft dir beim Training am meisten: die Trainer, das Team oder die Stimmung?
Man nimmt mich, wie ich bin.
Eltern: Welche Herausforderungen gibt es – und wie werden sie im Team gemeinsam gelöst?
Auf die verschiedenen Bedürfnissen (Tempo, Fähigkeiten, etc.) eingehen zu können. Es wird nicht gewertet, Toleranz steht im Vordergrund.
Lukas: Fühlst du dich im Team als Teil der Gruppe? Was bedeutet Kameradschaft für dich?
Ja sehr! Kameradschaft bedeutet für mich, dass ich mich wohl und angenommen fühle.
Eltern: Welche Veränderungen habt ihr bei Ihrem Sohn durch den Sport beobachtet – körperlich, emotional oder im Selbstvertrauen?
Der Sport gibt ihm sehr viel Selbstvertrauen: „Ich kann das!“
Lukas: Worauf bist du beim Skifahren besonders stolz?
Das einheitliche Sportdress anziehen zu dürfen, erfüllt mich mit Stolz. Auf der Rennstrecke Tore fahren zu können, ist toll.
Eltern: Was wünscht ihr euch für die Zukunft von Lukas im Sport?
Teilhabe im Team und an Sportanlässen. Spass an Bewegung.
Lukas: Was würdest du anderen Kindern oder Jugenlichen im Downsyndrom sagen, die noch unsicher sind, ob sie Sport machen sollen?
Probiert es einfach aus. Mitmachen macht Spass!
Eltern: Was macht den Anlass Schneesport mit Herz für eure Familie besonders?
Es ist schön, dass Lukas ein Angebot hat, wo er als Mensch, so wie er ist, angenommen ist.
Auf was freust du dich am meisten am 21. März auf der Frutt (OW)?
Die Piste herunterzusausen und Zuschauer zu haben, die „hopp hopp“ rufen und applaudieren.
An euch Alle: Warum lohnt es sich aus Ihrer Sicht, diesen Anlass als Gönner oder Unterstützer zu fördern?
Diese pure Lebensfreude am bevorstehenden Anlass ist nicht zu überbieten. Also lohnt es sich, Lebensfreude zu schenken.







